Wir bitten um Ihre Unterstützung

Finden Sie unseren Blog gut? Dann unterstützen Sie doch bitte unsere Arbeit.

Wir berichten absolut unabhängig!
Deshalb nehmen wir keine finanzielle Unterstützung von Nationalpark-Verwaltungen oder anderen Stellen.

per Paypal

auch 0,10€ helfen

per Überweisung

Andrea Smulka
Volksbank Kassel Göttingen
IBAN DE21520900000030478916

auch 0,10€ helfen

per PayPal:

per Überweisung:

Andrea Smulka

Volksbank Kassel Göttingen

IBAN DE21520900000030478916






 Die Nationalpark-Philosophie

Die 16 deutschen Nationalparks sind in man in ganz Deutschland verteilt.

Von der Nord- oder Ostseeküste bis zu den Alpen sind diese Nationalparks Regionen mit einer einzigartigen Natur. Jeder Nationalpark hat seine Besonderheiten.

1970 entstand der erste Nationalpark Deutschlands: der Nationalpark Bayerischer Wald. Sein erster Leiter, Hans Bibelriether prägte das, bis heute gültige, Motto aller deutschen Nationalparks: “Natur Natur sein lassen”.

Dieses Motto verlangte ein radikales Umdenken in Sachen Naturschutz. Bis Anfang der 70er Jahre ging man davon aus, dass der Mensch dafür sorgen muss, dass die Natur “in Ordnung” blieb.

Umgestürzte Bäume wurden aus dem Wald entfernt und Schädlinge bekämpft. Der Mensch griff permanent unter der Überschrift “Hege und Pflege” in die Natur ein.

Auf der anderen Seite sprach man plötzlich von “Ökosytemen”. Die Erkenntnis der Vernetzung der Prozesse in der Natur veränderte den Blickwinkel radikal. Kein Tier, keine Pflanze konnte überleben, wenn man sie isoliert betrachtete.

So zeigte die Erforschung der Beziehung zwischen “Räuber” (Fuchs) und “Beute” (Hase) den Forschern, wie belastbar Ökosysteme sind.

Regelmäßig konnte man feststellen, dass die Anzahl der “Füchse” in einer Region rasant anstieg und die “Hasen” nahezu ausgerottet wurden. Doch kurz bevor der Exodus der “Hasen” eintrat, wendet sich das Blatt. Die “Füchse” verhungerten aus Nahrungsmangel, weil die große Anzahl an “Füchsen” die eigene Nahrungsgrundlage zerstört hatte. Es gab keine “Hasen” mehr.

Daraufhin vermehrten sich die “Hasen” enorm, weil die “Füchse” verhungert waren und sie keine Feinde mehr hatten.

Das Nahrungsangebot für die “Füchse” wird wieder größer und die Fuchspopulation vergrößert sich wieder. Bis sie wieder so groß war, dass sie nahezu alle “Hasen” gejagt waren und und die “Füchse” verhungern mussten  ….. usw, usw.

Die Natur ist ein ständiger Kreislauf.

Derartige Forschungsergebnisse führten zu einem radikalen Umdenken und zu der wichtigen Erkenntnis: Die Natur hilft sich selbst.

So ist auch das  Nationalpark-Motto zu verstehen: “Natur Natur sein lassen”.

 

Eine Einstellung, die zu großen gesellschaftspolitischen Konflikten führte.

Dem Motto entsprechend greift der Mensch in das Ökosystem Wald in einem Nationalpark nicht ein. Auch wenn z.B. ein Sturm Waldbestände zerstört hat, obwohl die großen Mengen an Totholz sehr schnell zu einer Schädlingsplage (Borkenkäfer) führen können.

In einem Nationalpark vertraut man auf die Regenerationskraft der Natur. Das Totholz bleibt liegen und bietet einer Vielzahl an Insekten und anderen Tieren eine Lebensgrundlage. Außerdem bleiben die Mineralien und Nährstoffe im Wald und dienen neuen Pflanzen als reichhaltiges Nahrungsangebot.

Früher hätte man mit dem Abtransport des Holzes dem Wald diese Nährstoffe entzogen.

Eine weitere Erkenntnis lautet deshalb: “Die Natur braucht den Menschen nicht, aber wir brauchen die Natur”.