Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald (BY)

Ein Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald ist ein besonderes Erlebnis.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste deutsche Nationalpark Deutschlands. Er wurde 1970 gründet. Sein damaliger Leiter, Hans Bibelriether prägte das, bis heute gültige, Motto aller deutschen Nationalparks: “Natur Natur sein lassen”.

In unserem Beitrag „Die Nationalpark-Philosophie“ finden Sie Informationen zu der Gründung des ersten deutschen Nationalparkes und die daraus resultierenden gesellschaftspolitischen Konsequenzen.

Das Besondere am Nationalpark Bayerischer Wald

Als ältester Nationalpark Deutschlands konnte man im Nationalpark Bayerischer Wald viele Erfahrungen sammeln. Die Umsetzung des Nationalpark-Mottos „Natur Natur sein lassen“ stieß anfangs auf sehr viele Widerstände.

Es war kaum zu vermitteln, dass der Mensch nicht mehr „ordnend“ eingreifen sollte.

Besonders in den 1990er Jahren, als nach einem Sturm eine verheerende Borkenkäferplage große Teile des Waldbestandes zerstörte, wurde die Forderung nach einem Eingreifen immer massiver.

Die Tourismus-Branche befürchtete extreme Umsatzeinbußen, weil von dem wunderschönen Wald nur noch bizarre Rudimente übriggeblieben waren.

Heute, 40 Jahre später hat sich die Natur erholt. 

Es kann eine, um ein Vielfaches größere Artenvielfalt dokumentiert werden, wie vor der „Katastrophe“.

Auf diese Erfahrungen können sich Nationalparks, die ebenfalls mit Schädlingsplagen zu kämpfen haben, berufen (z.B. Nationalpark Harz). Die alten Monokulturen verschwinden und die Natur sorgt für einen artenreichen Mischwald.

weitere Infos

Bayerischer Wald3 1500x1125 - Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald

Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt in Ost-Bayern, an der tschechischen Grenze. Zusammen mit dem Böhmerwald in Tschechien, bildet er die größte zusammenhängende Waldfläche Mitteleuropas.

1970 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald als erster deutscher Nationalpark eingeweiht.

Er besitzt eine Fläche von 242,5 Quadratkilometer.

Der Wald

Das Besondere sind die Hochlagenwälder mit ihrem Fichtenbestand. Diese Fichtenwälder gehören zu wenigen natürlichen Fichtenwäldern. Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt der Fichten liegt in den Bergwäldern der Alpen und in den hohen Mittelgebirgen, sowie in Skandinavien und der russischen Tundra.

Der weitverbreitete Wirtschaftwald mit Fichten ist, durch die Tatsache, dass diese Bäume nicht auf ihrem natürlichen Standort wachsen, anfällig für Krankheiten, Windbruch und Schädlingsbefall.

In den 1990er Jahren wurden weite Teile davon durch eine Borkenkäferplage zerstört.

Gesellschaftspolitisch kam es zu erbitterten Diskussionen zwischen den Nationalpark-Befürwortern und den Tourismus-Vertretern.

Die Einen vertraten das Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“, das heißt: der Wald bleibt sich selbst überlassen, es wird kein Totholz aus dem Wald entfernt und vor allen Dingen nicht wieder aufgeforstet.

Die Anderen sahen sich vor einer wirtschaftlichen Katastrophe, weil sie mit enormen Verlusten im Tourimus rechneten und einem dauerhaften Imageschaden, wenn der Wald „wie nach einem Vulkanausburch oder Atomangriff“ aussieht.

Inzwischen hat sich der Wald weitestgehend erholt

Es hat sich überwiegend Mischwald angesiedlt, der aus Fichten und Buchen besteht.

Die Infrastruktur

Die Gemeinden Bayerisch Eisenstein, Lindberg, Zwiesel, Frauenau, Spiegelau, Sankt Oswald-Riedlhütte, Neuschönau, Hohenau, Mauth und Grafenau zum Zweckverband Nationalpark-Gemeinden zusammengeschlossen.

Seit 1991 wird das Nationalpark-Verkehrskonzepts immer weiter ausgebaut. Das Ziel ist es den Gästen einen möglichst „autofreien“ Urlaub zu ermöglichen. In den Sommermonaten werden alle Wandererparkplätze des Nationalparks im Stunden- oder Halbstundentakt von den sogenannten „Igelbussen“ angefahren. Die Gemeinden Spiegelau, St. Oswald-Riedlhütte und Neuschönau führten zum 15. Mai 2009 ein, dass Igelbusse mit ihren Gästekarten kostenlos benutzt werden können

Karte

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Tiere und Pflanzen

Tiere

  • Luchs
  • Auerhahn
  • Rothirsch
  • Biber

​Pflanzen

Bergfichtenwald

– kommen natürlicherweise in einer Höhe ab ca. 1200 m vor. Die Fichtenwälder in tieferen Lagen sind fast immer vom  Menschen angepflanzt und deshalb auf ihrem nicht natürlichen Standort anfällig für Schäden durch Sturm und Schädlinge.

Hochmoore

– entstehen durch das Wachstum von vielfarbigen Torfmoosen. Auch andere Moosarten, Gräser und Zwergsträucher sin hier zu finden. Latschenkiefern sind an das raue Klima angepasste Kiefern.

Gewässer

– ein dichtes Netz von Fließgewässern mit einer Länge von gut 760 Kilometern durchzieht den Nationalpark

Auerhahn 1500x1125 - Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald
Bayerischer Wald2 1500x1125 - Urlaub im Nationalpark Bayerischer Wald

Aktivitäten und Veranstaltungen

Aktivitäten

— Wandern

— Rad fahren

— Schneeschuhwandern

— Langlaufen

— Geocaching

Kontakt Nationalpark

Kontakt Nationalparkverwaltung

Führungen u. Veranstaltungen

— Führungen

— Veranstaltungen

— Austellungen und Vorträge im Nationalpark Bayerischer Wald

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Besuchereinrichtungen

— Natur-Kneippanlage

— Nationalparkzentrum Lusen

— Nationalparkzentrum Falkenstein

— Waldgeschichtliches Museum

— Waldspielgelände Spiegelau

— Hirschgehege Scheuereck

— Infostellen

— Grill- und Spielplätze

— Natur-Kneippanlage

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